Rosskastanie Steckbrief

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Rosskastanie
Früchte der Rosskastanie

Die großen schönen Kastanienbäume erfreuen den Menschen im Frühjahr mit ihren Blüten, die wie Kerzen wirken. Aus den befruchteten Blüten wachsen über den Sommer in einer stacheligen Hülle glänzende braune Früchte, deren Inhaltsstoffe gegen Venenleiden wirksam sind und die in Medikamenten verarbeitet werden. Jedes Kind kennt Kastanien als beliebtes Bastelmaterial für Kastanienmännchen.

 

Name: Rosskastanie

lateinische Bezeichnung: Aesculus

Art: Laubbaum mit ausladender Krone

Pflanzenfamilie: Seifenbaumgewächs

Vorkommen: zahlreiche Arten in Nordamerika und Asien

gewöhnliche Rosskastanie (Aesculus hippocastanum): ursprünglich in Südost-Europa heimisch

Verwendung: häufig als Allee- und Parkbaum

Größe: kann über 30 Meter hoch werden

Wurzeln: Flachwurzler mit großer Ausbreitung

Lebenserwartung: bis 300 Jahre

Blattform: groß, gefiedert, handförmig mit 5 bis 7 Einzelblättern

Blattfarbe: dunkelgrün

Blüten: viele kleine Blüten an einer aufrecht stehenden Rispe, „Kerze“ genannt

Größe der Blüten: Rispe 20 bis 30 Zentimeter hoch

Farbe der Blüten: weiß, gelblich, rosa

Blütezeit: April bis Mai

Früchte: glänzende braune Früchte wachsen in einer stacheligen grünen Hülle

Nutzung als Heilpflanze: Inhaltsstoffe der Kastanien werden in Medikamenten gegen Venenleiden verwendet



Interessantes zur Rosskastanie:

– der große Baum ist ein idealer Schattenspender, daher besonders beliebt in Biergärten

– wenn die Blüten befruchtungsfähig sind, ist der Nektar besonders zuckerhältig und ein gelber Fleck in der Blüte lockt Insekten an

– nach der Bestäubung ändert der Fleck die Farbe und wird rot

– die Früchte der Rosskastanie sind bitter und für den Menschen ungenießbar

– Kastanien sind ein beliebtes Futter von Wildtieren wie Hirsch oder Wildschwein

– Rosskastanien haben eine Ähnlichkeit mit Maroni, den Esskastanien, sind aber nicht verwandt

– schon im 16. Jahrhundert wurde die Rosskastanie in Kräuterbüchern erwähnt

– aus Kastanien werden Medikamente gegen Venenleiden erzeugt

– Tee aus Blättern der Rosskastanie kann gegen Husten helfen

– aus der Baumrinde und den Früchten der Rosskastanie können Badezusätze erzeugt werden, die bei Venenstau und Hämmorrhoiden angewendet werden

– Rosskastanien enthalten seifenbildende Inhaltsstoffe (Saponine) und können auch als Waschmittel verwendet werden

– 2004 war die Rosskastanie Arzneipflanze des Jahres

– 2005 war die Rosskastanie Baum des Jahres

– Kastanien leiden unter dem Befall der Miniermotte (Balkan-Miniermotte). Der kleine Schmetterling verbreitet sich sehr rasch. Die Fraßgänge der Larven zerstören die Blätter.

– Rosskastanien können manchmal im Herbst ein zweites Mal blühen. Dazu gibt es ein passendes Wienerlied „Du narrischer Kastanienbaum“

– 1576 wurden in Wien in Parkanlagen die ersten Kastanienbäume gepflanzt

– 1958 entstand der Film „Im Pater blüh’n wieder die Bäume“ mit dem gleichnamigen Lied von Robert Stolz

– Ludwig XIV. ließ in Alleen und Parkanlagen Kastanienbäume pflanzen

– möglicherweise stammen alle Rosskastanienbäume in Parkanlagen von den 1576 in Wien gepflanzten Kastanien ab

 

(Beitrag aktualisiert am 12. Oktober 2018)

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