Hainbuche Steckbrief mit speziellen Fakten und Informationen

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Hainbuche Steckbrief

Foto von Hainbuchenblättern
Blätter an einem Hainbuchen-Baum

Einleitung – Hainbuchen (Carpinus Betulus) verbindet mit den Rotbuchen nur dieselbe Einordnung zu den buchenartigen Pflanzen. Sie gehören zu den Birkengewächsen und zu deren Unterfamilie der Haselgewächse. Hainbuchen erreichen bei uns ausgewachsen eine Höhe von 25 Metern. Die Hainbuche ist ein sommergrüner Baum, mit einer schmalen bis breiten, rundlichen Krone und gedrehtem Stamm mit zweifarbiger Rinde. Die grünen, eilänglichen Blätter sind doppelt gesägt und runzlig.
 
 

Das Vorkommen:

  • gedeihen in ganz Mitteleuropa bis zu den Steppengebieten Westasiens, nördliche Grenze ist Norddänemark und Südwestengland
  • größere Vorkommen in Norddeutschland
  • lieben als Standorte nährstoffreiche, tiefgründige Lehmböden
  • wachsen auch an schattigen, sandigen Böden
  • Hainbuchen vertragen sehr kalte (bis -30 °C) sowie heiße Temperaturen

Die Fortpflanzung:

  • einhäusige Pflanzen, die sowohl männliche und weibliche Blüten tragen
  • Windbestäubung im April und Mai
  • hängende, grünlich bis rötliche, männliche Kätzchen, welche kurz vor Blattaustrieb erscheinen
  • locker, grünlich bis rötliche, weibliche Narben mit dem Blattaustrieb
  • bilden Nüsschen mit dreilappigen Flügeln in Traubenform
  • Reifezeit der Fruchtstände ist von August bis September

Die Nutzung:

  • weißliches, hartes Holz, die der Hainbuche auch die Bezeichnungen Weißbuche oder Steinbuche gibt
  • kann mechanisch stark belastet werden
  • anderen Holzarten in Optik und Struktur unterlegen, da die Maserung der Jahresringe nur schwer sichtbar ist
  • wird gern als Brennholz verwendet, welches sich schwer im getrockneten Zustand spalten lässt
  • Verarbeitung des Holzes zu Hackklötzen, Werkzeugstielen sowie Parkett
  • frühere Nutzung von Zweigen und Laub als Tierfutter
  • Heilpflanzen, in der Bachblütentherapie gegen Müdigkeit, traditionell Auszüge gegen Erkältungssymptome der oberen Luftwege
  • junge Blätter werden in Grünen-Smoothies verzehrt
  • sehr gute Heckenpflanzen, da hohe Schnittverträglichkeit, guter Sichtschutz, Lärmschutz und Windschutz
  • bieten Brutplätze für Vögel
  • Knospen sind Lieblingsfutter des Haselhuhns
  • schmalkronige Sorten eignen sich zu Alleebäumen

Besonderheiten:

  • goldgelbe Herbstfärbung
  • tief liegende Herzwurzeln auf tiefgründigen Böden, ansonsten hauptsächlich oberflächliche Bewurzelung
  • Höchstalter beträgt 150 Jahre
  • die vollständige Pflanze enthält keinerlei Giftstoffe
  • Samen und Früchte werden von Nagetieren gefressen
  • Bäume sind nur gering anfällig auf Krankheiten und besitzen einige Fraßfeinde, wie Mäuse und Wild, sowie Schädlinge, wie den Borkenkäfer oder Schildläuse
  • erreichen im Kaukasus eine Höhe von 35 Metern
  • Hainbuchen bilden keine eigenen Bestände, da höhere Bäume, wie Eichen und Rotbuchen, dominanter sind.
  • Baum des Jahres 1996

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