Ahorn Steckbrief mit besonderen Infos

Teaserbild für den Ahorn Steckbrief

Ahorn Steckbrief

Foto von einem Ahornblatt
Blatt an einem Ahornbaum

Einleitung – Die Ahorne gehören zu den Seifenbaumgewächsen und sind den Rosskastaniengewächsen unterzuordnen. Es gibt etwa 150 verschiedene Ahornarten. Die Bäume oder Sträucher sind meistens sommer-, seltener immergrün. Ihre Höhe liegt bei 25 – 30 m. Ahorne werden bis zu 500 Jahre alt. Der Bergahorn, der Feldahorn und der Spitzahorn sind die häufigsten Vertreter der Ahorne. Der allseits beliebte Ahornsirup wird in Nordamerika aus dem Saft des Zuckerahorns gewonnen.
 

Das Vorkommen:

– Ahorne lassen sich auf fast allen Kontinenten in den gemässigten und tropischen Gebieten finden; Eurasien, Nordafrika, Zentral- und Nordamerika
– in Europa wachsen Ahorne, mit Ausnahme von Skandinavien, praktisch überall
– die meisten Ahorn-Arten haben sich holarktisch verbreitet
– viele Arten wachsen endemisch
– Ahornbäume sind nicht besonders anspruchsvoll und gedeihen grundsätzlich überall
– Ahornbäume benötigen aufgrund ihrer Höhe viel Platz
– Ahorne sind häufig in Flusstälern zu finden, sie sind aber genauso gut auch als Parkbäume geeignet
– die Bäume lieben ein kühl-feuchtes Klima und nährstoffreiche Böden

Die Fortpflanzung:

– Ahorne sind Zwitter
– sie tragen sowohl männliche und als auch weibliche Fortpflanzungsorgane
– die Bäume bilden erstmals mit etwa 25 Jahren Blüten aus
– die Blüten ziehen diverse Insekten an, welche die Pollen verbreiten
– Blütezeit ist im Mai und Juni
– die Samen werden mit dem Wind verbreitet
– die Samen befinden sich in einer Kapsel mit einem Flügel und machen sich jeweils zu Zweit propellerförmig auf den Weg

Die Nutzung:

– Ahornholz ist ein beliebter Rohrstoff für Möbel
– das Holz des Bergahorns wird häufig zur Herstellung von Musikinstrumenten verwendet
– in Nordamerika wird aus dem dort heimischen Zuckerahorn der bekannte Ahornsirup gewonnen
– Ahornkeimlinge können (bevor sie zu Sämlingen werden) roh gegessen werden
– Ahorne sind sehr beliebt als Zierpflanzen in Gärten und Pärken

Besonderheiten:

– Ahorne gehen keine Gemeinschaft mit Bodenpilzen ein
– als einer von wenigen Baumarten beziehen sie ihre Nährstoffe aus dem Erdreich ohne die Hilfe der Pilze
– die erwachsenen Bäume benötigen viel Sonne
– junge Bäume können aber auch im Halbschaden gedeihen
– die Blätter sind handförmig gelappt. Sie besitzen oft eine intensive Herbstfärbung
– häufig wird die „Ahornblättrige Platane“ aufgrund der Ähnlichkeiten ihrer Blätter fälschlicherweise mit Ahornbäumen verwechselt
– einige Ahornarten werden kaum mehr als 10 m hoch und wachsen mehr als Strauch denn als Baum heran
– in der kanadischen Flagge ist ein Ahornblatt als Ausdruck für die ausgedehnten Wälder abgebildet
– im Volksaberglauben soll Ahorn wirksam vor Hexen schützen
– die Red Maple toxicosis ist eine Erkrankung, welche bei Tieren auftritt, die welke Ahornblätter gefressen haben

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